Fairtrade – weit mehr als nur Kaffee zu fairen Löhnen

Umfragen zeigen, dass etwa 9 von 10 Deutschen das Fairtrade-Siegel kennen. Das Siegel ist auf einer großen Vielfalt an Produkten aus Ländern des globalen Südens – von Kaffee über Baumwolle bis hin zu Sportbällen – sowohl in Weltläden als auch Discountern zu finden.  

Die wenigsten werden vermutlich wissen, dass hinter dem Logo weit mehr steckt als „nur“ faire Löhne. Tatsächlich gehen die Kriterien für das Fairtrade-Siegel deutlich über den Mindestpreis hinaus, den Produzent/innen für ihre Produkte erhalten. So spielen auch soziale und Umweltkriterien in den Fairtrade-Standards eine zentrale Rolle. Beispielsweise dürfen beim Anbau fairer Produkte bestimmte gefährliche Pestizide oder gentechnisch verändertes Saatgut nicht eingesetzt werden. Streng verboten sind auch ausbeuterische Kinderarbeit oder jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der Religionszugehörigkeit. Dank einer Fairtrade-Prämie, die zusätzlich zum Mindestpreis gezahlt wird, können die Produzentenorganisationen Geld in Gemeinschaftsprojekte wie den Bau von Schulen, Ärztezentren oder Krankenhäusern investieren.

Fairtrade kommt mittlerweile 1,9 Millionen Produzent/innen in Ländern des globalen Südens zugute und leistet einen wichtigen Beitrag, um die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Auch der Wetteraukreis möchte den fairen Handel aus der Region heraus unterstützen und bewirbt sich deshalb als Fairtrade-Landkreis. Ziel ist es, gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der vhs wetterau durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein für die Bedeutung des fairen Handels zu steigern. Zusammen soll darauf hingewirkt werden, dass noch mehr Wetterauerinnen und Wetterauer bei ihren Kaufentscheidungen bewusst zu einer fairen und nachhaltigeren Alternative greifen.

Der Wetteraukreis freut sich über die Unterstützung durch Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomiebetriebe und Akteur/innen aus der Zivilgesellschaft für die Kampagne und lädt alle interessierten Wetterauerinnen und Wetterauer herzlich ein, ins Gespräch zu kommen. Ansprechpartner in der Kreisverwaltung ist Klimaschutz-Koordinator Jonas Bielke unter 06031/83-4008 oder fairtrade@wetteraukreis.de.   

Mehr Informationen zur Kampagne des Wetteraukreises sind unter www.wetteraukreis.de/fairtrade zu finden.

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Symbolbild Kaffeebohnen mit Fairtrade-Schild und Kaffee-Pflanze, Quelle Canva