Salutogenese - Was ist DAS denn?

Salutogenese, ein Begriff, den wahrscheinlich nur die Wenigsten kennen. Zugegeben, er klingt auch fürchterlich kompliziert, aber dahinter steckt eigentlich nur die Bezeichnung eines Modells, das erklärt, was Gesundheit ist und wie man sie erhalten kann.

Und was genau ist also Gesundheit?

Zuerst einmal ist es wichtig, dass man Gesundsein nicht als Gegenteil von Kranksein versteht, sondern beide Eigenschaften vielmehr in einem Kontinuum, also einem Zusammenhang, sieht. Demnach ist ein Mensch nicht entweder krank oder gesund, sondern der Zustand bewegt sich auf einem Grad in Richtung einer der Pole.

Und wie kann man nun gesund bleiben?

Um seine Gesundheit zu erhalten und zu fördern, ist es notwendig, zu wissen, dass der größte Krankmacher Stress ist. Sei es durch Arbeitsbelastung, gewisse Lebensumstände oder auch Umweltfaktoren: Stress gefährdet unser Wohlbefinden. Allerdings kann der richtige Umgang damit und unsere Einstellung zum Leben bewirken, dass uns der Stress nicht zu sehr beeinflusst, man muss nur wissen wie!

Zunächst sollte einmal gesagt werden, dass es der falsche ist Weg ist, zu versuchen, Stress zu vermeiden – das geht nicht. Was aber geht, ist den Stress zu bewältigen, und das lernt man unbewusst schon von klein auf. Um Stress zu bewältigen, wird ein sogenannten „hohes Kohärenzgefühl“ vorausgesetzt und das beinhaltet drei wesentliche Aspekte. Erstens die Verstehbarkeit. Diese meint, dass man weiß, dass das eigene Leben gestaltbar ist, dass man eine Struktur findet und das Leben nicht als chaotisch wahrnimmt. Zweitens die Bewältigbarkeit. Das bedeutet, dass man sich bewusst ist, jedes Hindernis und jede Aufgabe, die einem das Leben stellt, meistern zu können. Drittens die Sinnhaftigkeit. Auch hier steckt die Bedeutung bereits im Namen: Man ist sich über den Sinn des eigenen Lebens bewusst und erkennt die Sinnhaftigkeit, Energie in bestimmte Aufgaben zu investieren. Menschen, die diesen drei Aspekten zufolge ein hohes Kohärenzgefühl haben, können Stress einfacher bewältigen, als Menschen mit einem niedrigen Kohärenzgefühl, und sind folglich auch gesünder.

Aber auch sogenannte Widerstandsressource tragen dazu bei, Stress zu minimieren und dessen Bewältigung zu vereinfachen. Diese bauen wir bereits in der Kindheit auf und entwickeln sie weiter. Unter diesem Begriff versteht man eigentlich all das, was uns den Umgang mit Stress erleichtert. Konkreter gesagt zählt dazu unser Charakter, Bildung, erlernte Fertigkeiten, körperliche Begebenheiten sowie unser soziales Umfeld und materielle Ressourcen.

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